Tipps & Infos

Neu im Shop: Bio-Mondapfel

Bio-Mondapfel bei Vollmond gepflückt

Aktuell finden Sie in unserem Shop den Mondapfel vom Bio-Obsthof Münch aus dem Alten Land. Diese Äpfel schmecken besonders saftig und süß. Sie werden nur in einer Vollmondnacht geerntet. In diesen Nächten soll der Saftdruck zunehmen, die Nährstoffe sind dadurch konzentrierter und die Äpfel bleiben länger frisch.

Das Team vom Bio-Obsthof berichtet: "Für uns ist diese Ernte jedes Jahr ein besonderes Ereignis und ein kleines Fest. Alle Mitarbeiter helfen mit, auch Nachbarn und Freunde kommen dazu. Nach einer kräftigen Suppe für die fleißigen Helfer geht es, ausgerüstet mit Stirnlampen und Fackeln, in den Obsthof. Dort wird die ganze Nacht geerntet."

Lesen Sie mehr auf www.bio-obsthof-muench.de.

Steckrübe – Gemüse des Jahres

Steckrüben regional und saisonal in die grüne Kiste

Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e.V. (VEN)

Seit 1999 wird vom Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e.V. eine alte Gemüsesorte zum Gemüse des Jahres ausgewählt. Dies ist eines von zahlreichen Projekten, welches die bundesweit und ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder zum Erhalt alter Sorten gegen die zunehmende Verbreitung von Hybridsorten und Gentechnik initiieren.

Ananas des Nordens…

…so wird die Steckrübe auch genannt, aufgrund ihres süßlichen Aromas und dem Anbaugebiet überwiegend im Norden Deutschlands. Sie gehört botanisch gesehen zu Raps, ist folglich eine Rapssorte, die Rüben ausbildet. Das kalorienarme Gemüse enthält viel Vitamin C, Kalium und Beta-Carotin.

Im Steckbrief des VEN ist zu lesen: „...Obwohl die Steckrübe in Deutschland traditionell ein weit verbreitetes Gemüse gewesen ist, sind heute etwa 90 % der Sorten aus den 1920-1950er Jahren leider verschollen.“

Bekannte Steckrübensorte sind „Wilhelmsburger“ und „Hoffmanns Gelbe“, beide gelbfruchtig. Eine bekannte weißfleischige Sorte ist „Niko“ mit einem grünen Kragen und feinem Aroma. Neben der Sorte sind auch der Boden und die Anbaubedingungen für den unterschiedlichen Geschmack verantwortlich. Stärkere Dünung wirkt sich eher negativ auf das Aroma aus.

Hervorragendes Wintergemüse

Die Steckrübe ist nicht voll winterhart, ihre Haupterntezeit liegt deshalb im Oktober. Sie ist jedoch gut lagerbar und bis in den April hinein lieferbar.

In strengen Wintern im ersten und zweiten Weltkrieg waren Steckrüben an die hungernde Bevölkerung verteilt, deshalb hing ihr lange der Ruf eines „Arme-Leute-Essens“ nach. In den letzten Jahren, mit dem Trend zu regionalen und saisonalen Gemüsen, hat es die Steckrübe wieder auf die Speisekarte von Gourmets geschafft.

Neben den klassisch deftigen Suppen und Eintöpfen lässt sich aus dem Wintergemüse auch Püree als beilag zubereiten oder Rohkostsalat. Oder wie wär’s mit Steckrüben-Bratlingen, -Puffern oder – Burgern? Anregung finden sie in unserer Rezeptsammlung.

Der Acker, der Sommer und unser Erntedankfest 2018

Folgeschaden Hitze im Sommer 2018 an Wirsing
Fraßspuren von Schmetterlingsraupen an Wirsing im Sommer 2018

Täglich sind unsere Gärtnerinnen und Gärtner auf dem Acker und freuen sich, wie durch Ihr Pflege das Gemüse wächst und gedeiht. Der Sommer ist vorbei, doch der ungewöhnliche Witterungsverlauf wirkt auch jetzt noch nach. Im Folgenden bekommen Sie eine kurze Übersicht über die aktuelle Situation auf unseren Feldern:

Pastinaken und Knollensellerie werden weiterhin tagesfrisch im Morgentau geerntet, die letzte Kultur Stielmus ist bereits abgeerntet, Rote Beete wurde in diesem Jahr schon früher, als normalerweise Anfang Oktober, geerntet und eingelagert, Weißkohl und Wirsing sind ebenfalls bereits eingelagert, die letzten Wochen mit Kopfsalat und Kohlrabi aus eigenem Anbau sind angebrochen.

Der Spitzkohl, der in dieser Woche in vielen Sortimenten der grünen Kiste enthalten ist, ist schön gewachsen, aber etwas klein geblieben und insgesamt auch frühreif. Würde er länger auf dem Acker stehen um noch an Größe und Gewicht zuzulegen, würde er unter Umständen aufplatzen und nicht mehr unserem Qualitätsanspruch genügen.

Der jetzt erntereife Brokkoli ist von guter Qualität, die Kultur davor war witterungsbedingt nicht ganz so schön, vor ein paar Wochen hatten wir das an dieser Stelle beschrieben.

Die eingelagerten Hokkaido-Kürbisse, die auch ungewöhnlich früh reif waren, altern nun im Kühlhaus schneller als sonst, das haben wir in dieser Art noch nicht erlebt.

Verschiedenste chemische Vorgänge, die bei der extremen Witterungslage in diesem Jahr angeregt wurden oder anders verlaufen als in vergangenen Jahren sind neu für uns. Auch die Wissenschaft befasst sich mit den veränderten klimatischen Verhältnissen, es gibt zurzeit viele Forschungsarbeiten zu extremen Witterungsverläufen an Hochschulen.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, kommen Sie zu unserem Hoffest am 7.10.2018 von 11 bis 18 Uhr, zu dem Sie herzlich eingeladen sind. Sprechen Sie mit uns und lassen Sie sich an diesem Tag verwöhnen bei z. B. gutem Essen, zubereitet auch aus dem besten Ökullus-Gemüse. Natürlich warten noch viele weitere Überraschungen und spannende Informationen, wir freuen uns auf Sie!

Platz für neue Naturkosmetikserie

Naturkosmetikserie von Urtekram im Ökullus-Shop

Wie in der letzten Woche berichtet, haben wir uns nach dem Verkauf des Naturkosmetik-Hersteller Logocos an den weltgrößten konventionellen Kosmetikkonzern L'Oréal, bewusst von den beiden dazugehörigen Naturkosmetik-Marken Sante und Logona verabschiedet.

Das Gute daran – wenn etwas aus den Regalen verschwindet, bietet sich wieder Platz für Neues. Anfang September waren wir bei unserem Bio-Großhändler Weiling auf der Hausmesse unterwegs und haben uns nach guten Alternativen im Natur-Kosmetikbereich umgeschaut. Heute möchten wir die Naturkosmetikmarke URTEKRAM vorstellen, die wir mit gutem Gewissen empfehlen können.

Passend zum Herbst nehmen wir von URTEKRAM die "Nordische-Beeren Produktserie" auf. Sie enthalten u.a. Sanddorn, Heidelbeeren, Preiselbeeren und Hagebutten, die skandinavischen (Un-) Wettern getrotzt haben. Bekannt sind die Beeren für ihren hohen Gehalt an Vitaminen und natürlichen Antioxidantien.

Urtekram ist der größte ökologische Großhändler Skandinaviens mit Hauptniederlassung inmitten wunderschöner Natur im Nordjütland. Der Name Urtekram lehnt sich an das dänische Wort für Kräuterhändler an, was durch den hohen pflanzlichen Gehalt der Produkte ein gerechtfertigter Vergleich ist. Urtekram gehört zu den Bio-Pionieren der ersten Stunde. 1972 eröffneten Lisbeth Damsgaard und Ronnie McGrail ein kleines Krämergeschäft auf der Steinbrücke in Kopenhagen. Sie handelten ausschließlich mit reinen Rohwaren und setzten ihren Schwerpunkt auf Ökologie und Nachhaltigkeit. Alle Produkte sind: ökologisch zertifiziert, ohne Konservierungsstoffe und Parabene, ohne Farbstoffe und Petrochemie, natürlich und auf pflanzlicher Basis und nicht an Tieren getestet gemäß Human Cosmetic Standard.

Natürlich führen wir aber auch die wunderbaren andere Kosmetikprodukte, z. B. von Weleda, die den deutschen Nachhaltigkeitspreises 2016 als „Deutschlands nachhaltigste Marke“ verliehen bekommen haben, oder aber die Produkte von Martina Gebhardt, Kosmetik in demeter Qualität, selbstverständlich ohne Tierversuche.

Probieren Sie es aus!

Zwetschgen aus dem Münsterland

Zwetschgen aus der Regionin Bioland-Qualität im Ökullus-Shop

Aktuell erhalten Sie in unserem Shop Zwetschgen aus dem Münsterland vom Biolandhof Feldmann bei Oelde.

Die Zwetschge hat eine längliche ovale Form im Gegensatz zur Pflaume, die eine eher rundliche Form besitzt mit einer ausgeprägten Bauchnaht. Zusammen mit Renekloden und Mirabellen gehören sie der gleichen Gattung und Art an: Prunus domestica. Es sind ca. 2000 Sorten bekannt. Pflaumen reifen etwas früher als Zwetschgen. Winziger Nachteil der Pflaume: Im Gegensatz zur Zwetschge lassen sich die Steine nicht so gut lösen.

Der weißliche Reif auf der Schale ist ein Zeichen für Frische, er sollt erst kurz vor dem Verzehr abgewaschen werden. Pflaumen und Zwetschen halten sich im Kühlschrank einige Tage. Wer die Saison nutzen möchten und nicht die gesamte Ernte auf einmal verspeisen mag, kann fertig gebackenen Zwetschgenkuchen gut einfrieren. Das Auftauen dauert bei Zimmertemperatur je nach Dicke des Kuchens einige Stunden.

In puncto Zubereitung ist von fruchtig-süß bis herzhaft aromatisch alles möglich. Der absolute Klassiker ist natürlich noch immer der Zwetschgenkuchen - am besten noch warm, direkt vom Blech. Zwetschgen lassen sich jedoch auch wunderbar im Eintopf oder Risotto kombinieren. Probieren Sie doch einmal die mit Gorgonzola gefüllten Zwetschgen als Vorspeise, das Rezept finden Sie in der Rezeptsammlung auf unserer Homepage.

Brokkoli - frisch von unserem Gemüseacker

Brokkoli vom Bioland Hofgut Schulze Buschhoff

Brokkoli ist eine mit dem Blumenkohl eng verwandte Gemüsepflanze. Die essbaren Teile sind die Blütenstiele und Blütenknospen, welche die sogenannte „Blume“ bilden. Während beim Blumenkohl die Stiele und Knospen verschmelzen und eine geschlossene Blume bilden, kann man sie beim Brokkoli noch deutlich differenziert erkennen, der Kopf ist eher locker aufgebaut.

Was ist drin?

Aufgrund seines Chlorophyllgehaltes ist Brokkoli grün und enthält aus demselben Grund mehr ernährungsphysiologisch wichtige Inhaltsstoffe als Blumenkohl, insbesondere die Mineralstoffe Kalium, Calcium, Phosphor, Eisen, Zink und die Vitamine A, B1, B2 und C. Der Vitamin-C-Gehalt ist fast so hoch wie bei Paprika.

Brokkoli werden krebshemmende Wirkungen zugeschrieben und Schutzwirkungen für die Haut vor schädlicher UV-Strahlung.

Roh und gekocht lecker

Die Erntesaison von Brokkoli reicht bis in den Oktober. Er kann für 1-2 Tage im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert werden.

Für die Zubereitung werden kurze Kochzeiten empfohlen, da die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe sehr wasserlöslich sind und Enzyme bei zu großer Hitze denaturieren. Durch Dämpfen oder kurzes Anbraten bleiben viele dieser Stoffe erhalten. Die Seitentriebe - die Bokkoletti und der Strunk sind geschält zart wie Spargel und können mitgegessen werden. Deshalb wird Brokkoli manchmal als Spargelkohl bezeichnet.

Der fein-würzige Geschmack von Brokkoli kommt mit Zitrone und Butter besonders gut zur Geltung. Er schmeckt jedoch auch vorzüglich als Suppe, in Aufläufen, Quiche und zu Pasta. In unserer Rezeptsammlung finden Sie zahlreiche Varianten. Als Rohkost kann Brokkoli in einem Salat z.B. mit Tomaten kombiniert werden oder als Fingerfood zusammen mit einem Dip. Als Gewürze passen zu Brokkoli frisch geriebene Muskatnuss, Knoblauch und geröstete Pinienkerne oder Mandelblätter.

Gemüseblätter mitverwenden?

Rote Bete, Gemüseblätter mitverwenden
Kohlrabi, Kohlrabiblätter sind gesund

Gemüse will geputzt sein bevor es in den Topf kommt, so haben wir es gelernt, Schale ab und Blätter erst gar nicht mit nach Hause genommen und wenn dann fürs Kaninchen.

Doch Umdenken ist angesagt. Radieschenblätter stecken voller Vitamin C und brillieren mit ihrem Eisengehalt. Die Inhaltsstoffe der Blätter von Knollensellerie und Staudensellerie helfen bei rheumatischen oder Magenbeschwerden und stärken Knochen, Zähne, Haut und Haare. Kohlrabiblätter sollen, was den Vitamingehalt angeht, wertvoller als die Knolle sein.

Also fragen wir am Marktstand die verwunderte Verkäuferin nach einer extra Portion von den bereits abgeschnittenen Kohlrabiblättern, denn mit Blättern gekocht, schmeckt das Gemüse erst so richtig lecker.

Nicht nur die Blätter auch die Schale

Auch das Schälen können wir uns bei vielen Gemüsesorten sparen. Vor allem die frischen, zarten Gemüse wie Rote Bete, Kohlrabi, Rettich, Pastinaken und Möhren brauchen lediglich mit einer Gemüsebürste unter Wasser abgebürstet werden. Auch der Strunk von Blumenkohl und Brokkoli ist essbar.

Gemüseblätter in Bioqualität

Für die Zubereitung von Gemüseblättern wird allgemein die Verwendung von Biogemüse empfohlen, das deutlich weniger unerwünschte Inhaltsstoffe enthält.

Auch wenn das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gegenwärtig keine abschließende Bewertung zu möglichen gesundheitlichen Risiken abgibt, Starköche haben längst ihre Rezeptvielfalt durch kreative Varianten mit Gemüseblättern ergänzt.

Smoothie, Pesto, Suppe oder Salat

Wer Smoothies zubereitet, kennt das schon. Die Gemüseblätter werden mit in den Mixer gegeben. Es lassen sich jedoch auch leckere Suppen, Gemüsegerichte oder Pestos zubereiten.

Wussten Sie, dass Rote Bete mit Mangold verwand ist? Entsprechend lassen sich auch die Blätter als Gemüse zubereiten, die Stiele eventuell wie beim Mangold vorab gegart. Das Blattgrün der Rote Bete kann in den Salat gemischt werden. Auch die jungen zarten Blätter der Radieschen schmecken im Salat und geben eine würzige Note. Sie können auch in der Pfanne in schäumender Butter angebraten als Beilage serviert werden. Aus zartem Möhrengrün lässt sich ein leckeres Pesto zubereiten. Probieren Sie selbst.

Wir wünschen ihnen viel Spaß beim Kochen mit Gemüseblättern!

Was kommt in die Kiste - Planung der Sortimente

Viele meinen, das wäre eine unserer leichtesten Übungen. Im Prinzip stimmt das auch, doch bis die Planung für die Folgewoche ausgearbeitet ist, gibt es viel zu bedenken.

 

Eigentlich könnten wir alles Gemüse und Obst zentral bei unserem Bio-Großhändler Weiling aus Coesfeld einkaufen, das wäre eine große Arbeitserleichterung. Wollen wir aber nicht, denn unser Prinzip lautet:

  

„Regional ist 1. Wahl“!

 

Wir kennen alle Gärtner und Landwirte aus der Region persönlich, und haben regen Kontakt und Austausch. Woche für Woche erhalten wir deren Angebote.

Dann wird telefoniert und besprochen ob genug Menge vorhanden ist, ob die Durchschnittsgewichte passen, ob die Qualitäten stimmen und wann geliefert wird.

 

Das Wetter kann unsere Planung zunichte machen, wenn z.B. ein heftiges Gewitter mit starkem Hagel oder Platzregen die Spinatblätter zerschossen hat oder kleine Tierchen den Salat auch sehr lecker finden oder die Radieschen wider Erwarten noch nicht groß genug sind. Dann muss schnell umdisponiert  und Ersatz gesucht werden.

 

Wir müssen viel berücksichtigen und auch improvisieren, das ist aber mittlerweile Routine. Die regionale Logistik ist sehr anspruchsvoll, doch es lohnt sich das Gemüse frisch aus der Region in ihre Kisten zu packen. Denn das garantiert Ihnen Nähe, Frische, Geschmack und gute Inhalte. Und gemeinsam unterstützen wir die regionale, bäuerliche Kulturlandschaft, sowie Arbeitsplätze, Ausbildungsplätze, die Vielfalt und das soziale Miteinander.