29 Biofakten liegen hinter uns. Wir haben uns mit kleinen und großen Fragen beschäftigt: mit lebendigen Böden und Fruchtfolgen, Artenvielfalt und Wildhecken, Sortenwahl und samenfestem Saatgut, Kompost und Unkraut, mit Bio-Siegeln, der Verarbeitung von Lebensmitteln und sogar mit der Frage, warum manche Weinberge im Urlaub so schön blühen. Dabei ging es immer wieder um unterschiedliche Aspekte – aber eigentlich immer um dieselbe Frage: Was macht ökologische Landwirtschaft anders?
Die Antwort ist vielfältig. Bio bedeutet, Böden langfristig fruchtbar zu halten, die Artenvielfalt zu fördern, natürliche Kreisläufe zu nutzen und Ressourcen zu schonen. Es bedeutet, genauer hinzuschauen, vorzubeugen und der Natur Raum zu geben. Und es bedeutet auch, Lebensmittel unter klaren Regeln zu erzeugen, die regelmäßig kontrolliert werden.
Für uns ist das nicht nur Theorie. In diesem Jahr feiern wir 30 Jahre Ökullus. 1996 haben Victoria und Jörg Schulze Buschhoff mit gerade einmal vier Hektar biologisch bewirtschafteter Fläche begonnen. Heute bewirtschaften wir rund 40 Hektar und bauen dort eine große Vielfalt an Gemüse, Kräutern und Kartoffeln an. Seit 30 Jahren gehört für uns deshalb die Frage dazu, wie wir Landwirtschaft so gestalten können, dass sie nicht nur heute gute Lebensmittel hervorbringt, sondern auch morgen noch funktioniert.
Denn Bio ist für uns vor allem ein Blick nach vorne. Auf die Böden, die wir unseren Kindern hinterlassen. Auf die Artenvielfalt, die wir erhalten möchten. Auf eine Landwirtschaft, die auch mit den Herausforderungen des Klimawandels umgehen kann. Und auf die Generationen, die nach uns kommen.
Warum also Bio? Weil gute Lebensmittel und eine gesunde Umwelt zusammengehören. Für die Zukunft unserer Erde – und für alle, die nach uns kommen.
Und vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis aus unseren 30 Biofakten: Bio ist nicht die eine große Maßnahme, die alles verändert. Es sind viele kleine und große Entscheidungen, die gemeinsam einen Unterschied machen.