Wer im Urlaub durch Weinregionen spaziert, entdeckt sie immer häufiger: Weinberge, in denen zwischen den Rebzeilen nicht nur Erde, sondern auch Gräser, Kräuter und bunte Blumen wachsen. Was auf den ersten Blick ungepflegt wirken mag, ist in Wirklichkeit ein wichtiger Bestandteil des ökologischen Weinbaus.
Die sogenannte Begrünung erfüllt gleich mehrere Aufgaben. Sie schützt den Boden vor Erosion, verbessert seine Struktur und hilft dabei, Wasser zu speichern – ein großer Vorteil in trockenen Sommern. Gleichzeitig bieten die blühenden Pflanzen Nahrung und Lebensraum für Wildbienen, Schmetterlinge und viele andere Nützlinge.
Auch die Reben selbst profitieren davon. Ein lebendiger Boden mit vielen Mikroorganismen und Regenwürmern kann Nährstoffe besser speichern und den Rebstöcken langfristig zur Verfügung stellen. So entsteht ein stabiles Ökosystem, das weniger anfällig für Wetterextreme ist.
Im ökologischen Weinbau geht es deshalb nicht nur darum, auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel zu verzichten. Vielmehr wird versucht, die Natur gezielt als Partner zu nutzen und die Artenvielfalt im Weinberg zu fördern.
Wenn du also im nächsten Urlaub an einem blühenden Weinberg vorbeikommst, lohnt sich ein zweiter Blick – vielleicht steckt dahinter ein Bio-Weingut.