Bio ist längst kein Nischenthema mehr: In Deutschland wird mittlerweile fast jedes sechste Gemüsefeld ökologisch bewirtschaftet. Der Anteil von Bio-Gemüse an der gesamten Gemüseanbaufläche lag 2025 bei 15,6 Prozent – Tendenz steigend.
Besonders stark vertreten ist der Bio-Gemüsebau in Nordrhein-Westfalen und Bayern. Insgesamt arbeiteten 2025 bereits 1.367 Betriebe im ökologischen Gemüsebau – so viele wie nie zuvor. Auch die Bio-Anbaufläche und die Erntemengen erreichten neue Rekordwerte.
Dass immer mehr Flächen ökologisch bewirtschaftet werden, hat viele Gründe: Die Nachfrage nach regionalem Bio-Gemüse wächst, gleichzeitig legen immer mehr Verbraucher:innen Wert auf eine Landwirtschaft, die Böden, Wasser und Artenvielfalt schont.
Bio-Anbau bedeutet allerdings oft auch mehr Aufwand. Viele Arbeiten – etwa die Beikrautregulierung – lassen sich nicht einfach chemisch lösen, sondern brauchen Zeit, Technik und Handarbeit. Gleichzeitig hängen Erträge stärker von Wetter, Jahresverlauf und natürlichen Bedingungen ab. Genau darin liegt aber auch ein wichtiger Gedanke der Bio-Landwirtschaft: möglichst im Einklang mit natürlichen Kreisläufen zu arbeiten.
Spannend ist außerdem: Bei manchen Kulturen ist der Bio-Anteil besonders hoch. So stammt inzwischen mehr als die Hälfte der angebauten Rote Bete aus ökologischem Anbau.
Kurz gesagt: Bio wächst – und ist heute auf Deutschlands Äckern sichtbarer denn je.