Auf den ersten Blick wirken Bio-Lebensmittel oft teurer als konventionelle Produkte. Betrachtet man jedoch die gesamten Kosten unserer Ernährung, ergibt sich ein differenzierteres Bild.
In der konventionellen Landwirtschaft entstehen sogenannte „externe Kosten“. Dazu zählen Umweltbelastungen wie Treibhausgasemissionen, Nitrat im Grundwasser oder der Verlust von Biodiversität – ebenso wie mögliche Folgekosten für die Gesundheit. Diese Kosten werden nicht an der Ladenkasse sichtbar, sondern von der Gesellschaft insgesamt getragen, etwa über Steuern oder steigende Wasseraufbereitungskosten.
Studien zur sogenannten „True Cost Accounting“ zeigen, dass diese versteckten Kosten bei konventionell erzeugten Lebensmitteln häufig deutlich höher sind als bei Bio-Produkten. So liegen die Umweltfolgekosten bei pflanzlichen Lebensmitteln aus konventioneller Landwirtschaft im Schnitt etwa doppelt so hoch wie bei ökologisch erzeugten Produkten.
Auch insgesamt gilt: Ökologische Landwirtschaft verursacht in vielen Bereichen geringere Umweltbelastungen, etwa durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und mineralische Stickstoffdünger. Dadurch werden Boden, Wasser und Artenvielfalt nachweislich weniger belastet.
Das bedeutet: Der höhere Preis von Bio-Lebensmitteln spiegelt oft eher die tatsächlichen Produktionskosten wider. Konventionelle Produkte erscheinen dagegen günstiger, weil ein Teil ihrer Kosten nicht im Preis enthalten ist.
Kurz gesagt: Bio ist nicht einfach teurer – es ist ehrlicher bepreist... und leckerer sowieso ;-)