Eier natürlich färben

Eier natürlich färben

Das Eierfärben zu den Ostertagen ist ein beliebter Spaß bei Kindern aber auch bei Erwachsenen. Wer es natürlich haben will, hat neben der Verwendung von Fertigfarben aus dem Bioladen die Möglichkeit mit färbenden Lebensmitteln zu arbeiten. 
Bei unserem Färbeversuch hat der Rotkohlsud und die ausgekochte Kurkumawurzel die besten Ergebnisse erzielt, auch die Zwiebelschalen ergeben eine leuchtend ockerbraune Färbung. Ein wenig Experimentierfreude ist gefragt.

Eier natürlich färben mit färbenden Lebensmitteln

Tipps zum Färben

Bevor Sie die Eier färben, sollten sie mit Essigwasser abgewaschen werden, so nehmen sie die Farbe besser auf. Sie können aber auch 1-2 EL Essig einfach mit ins Kochwasser geben. 

Bereiten Sie das Kochwasser für die Eier vor, indem Sie die zerkleinerten Blätter 15 - 30 Minuten vorkochen. Nach dem Entfernen der Blätter geben Sie die zu färbenden Eier in den Sud und kochen sie wie üblich 10 Minuten.

Alternativ können Sie die Eier zunächst in Wasser hart kochen, abschrecken und noch heiß direkt in die färbende Flüssigkeit geben.

Besonders intensiv wird die Farbe, wenn Sie die Eier über Nacht im Färbemittel liegen lassen.

Nach dem Färben können Sie die Ostereier mit wenig Butter oder Öl einreiben, damit sie schön glänzen.

Eier natürlich färben

Natürlich Färben

Grüne Ostereier:
500 g Spinat oder 100 g Brennesselblätter in 0,5 l Wasser kochen.

Rote Ostereier:
1,5 l Rote-Bete-Saft oder Traubensaft kochen.

Gelbe Ostereier:
Kurkumawurzel klein geschnitten mit 0,5 l Wasser 15 Minuten kochen oder 1 EL gemahlener Kurkuma direkt ins Kochwasser.

Blaue Ostereier: 
1/2 Rotkohl klein schneiden und mit 1 Liter Wasser ca. 1/2 Stunde köcheln lassen. 

Ockerbraune Ostereier:
Zwiebelschalen in 0,5 l Wasser kochen.

Tipp: Mit einem essigetränkten Wattestäbchen lassen sich auf die gefärbten Eier Muster zeichnen.

Eier natürlich färben

Ursprung des Eierfärbens

Ein Ei gleicht dem anderen. Das war zu früheren Zeiten ein echtes Problem. Während der vierzigtägigen Fastenzeit war der Verzehr von Eiern verboten. Die Hühner machten mit dem Legen allerdings keine Pause. 

Um die Eier aus der Fastenzeit haltbar zu machen, wurden sie gekocht. Und um später die rohen von den gekochten Eiern unterscheiden zu können, gab man färbende Pflanzen ins Kochwasser. Die Eier wurden bunt. Historiker nehmen an, dass dies ein Ursprung für die Tradition des Eierfärbens ist.

31.03.2022